Fränk.Schweiz Jul-Aug 2018

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 1.Tag

Heute Montag 30. Juli 2018 ging es los zu einem Radlerurlaub nach Aufseß in die Fränkische Schweiz. Mit dabei waren Gitte und ich, Maria und Siggi, sowie Margret und Fritz aus dem Odenwald. Unsere E-Bikes hatten wir auf den Heckträgern der Autos verstaut, als wir um 9 Uhr losfuhren. Problemlos erreichten wir über die Autobahn, vorbei an Nürnberg über Gößweinstein unser Ziel für den heutigen Tag: Muggendorf im Wiesenttal. Hier trafen wir mit Margret und Fritz zusammen, die aus dem Odenwald angereist waren. Siggi hatte für den ersten Radlertag eine seiner Ansicht nach leichte Tour über ca. 50 km ausgesucht.  

 

unsere Radlertruppe in Muggendorf

Von Muggendorf aus fuhren wir hauptsächlich auf Kieswegen, einmal rauf, einmal runter, die Wiesent fast immer in Sichtweite, Richtung Gößweinstein. Hier kam die erste Herausforderung in Form eines langen Anstieges bei Temperaturen von über 30 Grad. Ohne E-Bikes wären wir hier "verloren" gewesen. Jetzt wurde es ebener. Die Strecke verlief zum Teil auf einer alten Bahntrassen nach Bärnfels. Dann ging es auf Nebenstraßen weiter bis Obertrubach. Hier legten wir eine kleine Trinkpause auf der Terrasse eines Gasthauses ein.

 

Der Weg führte uns jetzt entlang vom Trubach vorbei an Egloffstein nach Pretzfeld an der Wiesent. Unterwegs brauchten wir natürlich eine Abkühlung und stiegen dazu kurzerhand in  den Trubach. Bei Lufttemperaturen von über 30 Grad ist ein kühler Bach super!

In Ebermannstadt machten wir nochmals Pause bevor es vorbei an Wiesenttal wieder nach Muggendorf zu unseren Autos ging.

   

Wir waren heute hauptsächlich auf gekiesten Wegen, die mehr für Wanderer als für Radfahrer geeignet waren, bei vielen Steigungen und hochsommerlichen Temperaturen 52 Kilometer mit den Rädern unterwegs. Manch einer von uns war bei der Ankunft am Ende seiner Kräfte. Die nächsten Tage werden hoffentlich nicht so anstrengend sein.

Mit den Autos fuhren wir dann zu unserer Unterkunft, dem Brauereigasthof Rothenbach, in Aufseß. Schnell machten wir uns frisch, da schon um 18:30 Uhr die Brauereiführung mit anschließender Bierprobe startete.

 

Nach der Brauereiführung und der Bierprobe gab es ein sehr gutes Abendessen mit Vorspeise, fränkischem Schäufele und einem Dessert. Natürlich probierten wir das Bier der Brauerei so richtig. Schließlich hatten wir den Tag über genügend Flüssigkeit rausgeschwitzt.

 

2.Tag

Nach einer ruhigen Nacht trafen wir uns alle gegen 8:30 Uhr zum Frühstück. Das Frühstücksbuffet war sehr gut. Wir wollten heute die Brauereientour angehen. Laut Tourenkarte ca. 35 km. Das schien bei den auch für heute vorausgesagten hohen Temperaturen o.k. zu sein.

Blick auf die Burg Oberaufseß - unser Brauereigasthof Rothenbach

 

Wir starteten um 10 Uhr zu fünft los, da Gitte lieber eine Pause einlegen und ins Schwimmbad nach Hollfeld fahren wollte. Wir fuhren entlang der Aufseß nach Sachsendorf und dann entlang der Straße auf einem parallel verlaufenden geteerten Radweg nach Hollfeld. In Hollfeld besichtigten wir die Kirche, den Marktplatz und auch die "Hängenden Gärten".  Gitte war dort im Schwimmbad.

 

Weiter ging es über Stechendorf nach Plankenfels. Langsam bekamen wir Durst und Lust auf eine Pause. Aber keine Wirtschaft hatte geöffnet. Über Nankendorf erreichten wir Breitenlesau. Hier sollte es die Brauerei Krug geben. Aber das Gasthaus hatte zu - Urlaub! Die Brauerei hatte aber offen und ein freundlicher Mitarbeiter gab uns "heimlich" einige Getränke, damit wir nicht "verdursteten".

Nach der kurzen Pause fuhren wir auf Sand- und Kieswegen weiter über Hochstahl nach Heckenhof. Hier befindet sich der uns schon bekannte "Kathi Bräu" mit Biergarten. Und der hatte auf! Also gab es einige Halbe Dunkles Bier vom Kathi Bräu. Das Bier schmeckt sehr gut und ist sehr süffig!

 

Nach Aufseß hatten wir jetzt nur zwei Kilometer zurückzulegen und die bergab. Also war die Fahrt zu unserer Brauerei in Aufseß kein Problem. Insgesamt sind wir heute 37 km, wieder bei sehr heißen Temperaturen und zum Teil auf Kieswegen, die eigentlich zum Wandern gedacht waren, gefahren. Natürlich war es aber nicht so anstrengend wie am Vortag.

    

Zurück in Aufseß gab es noch ein Bier, bevor wir uns auf die Zimmer zurückzogen und bis zum Abendessen etwas ruhten. Das Abendessen war wieder sehr gut und reichlich. Ein kleiner Spaziergang zum Schloß Oberaufseß war dann noch drin. Gemeinsam haben wir den Abend schließlich in unserem Biergarten ausklingen lassen.

 
 

3.Tag

Das Frühstücksbuffet war natürlich wieder sehr gut. Siggi hatte für heute beschlossen, dass wir ins Ahorntal fahren würden. Ich wußte zwar nicht wohin er dort wollte und was genau er dort vorhatte, aber mitfahren war ja mal o.k. Wenn es zu weit sein würde, wollten wir uns einfach von der Gruppe lösen. Ich übernahm die Führung, da ich ein Navi auf meinem Rad hatte. Alle waren einverstanden, dass wir heute auf geteerten Straßen und Wegen zum voraussichtlichen Ziel fahren wollten. So kamen wir auf den Straßen über Hochstahl, Breitenlesau und Hubenberg sehr schnell voran. Siggi gab als Ziel Burg Rabenstein an.

Wie sich erst später herausstellte gab es auch noch eine Burg Rabeneck und die hatte ich als Ziel ins Navi eingegeben. Es ging steil bergab ins Tal der Wiesent. Auf der anderen Seite ging es dann noch steiler nach oben. Gittes E-Bike schaffte die Steigung nicht. Also kehrten auch die anderen um und wir beschlossen zuerst mal nach Waischenfeld zu fahren. Hier entdeckte ich meinen Fehler und die Eingabe des falschen Zieles. In Waischenfeld fuhren wir daher jetzt auf einer zwar ebenfalls ziemlich ansteigenden Straße zur Burg Rabenstein hoch. Im dortigen Biergarten gab es ein kühles Getränk, bevor wir die Burg von außen anschauten und uns dann auf den Weg zur Sophienhöhle, einer Tropfsteinhöhle, machten.

 
 

Als wir am Eingang der Höhle ankamen war gerade eine Führung losgegangen. So mußten wir eine halbe Stunde bis zur nächsten Führung warten und konnten uns dabei auf einer Bank vor der Tropfsteinhöhle ausruhen.

In der Tropfsteinhöhle war es dann ziemlich kalt. Vielleicht 10 Grad? Draußen hatte es 32 Grad! Im Laufe der ca. 45-minütigen  Führung wurde uns die Tropfsteinhöhle und deren Besonderheiten gezeigt und alles Wissenswerte darüber erklärt. 

 

 

Nach der Führung ging es zu unseren Rädern zurück. Siggi, Maria, Fritz und Margret machten sich dann gleich auf den Rückweg. Sie wollten wieder zum Kathi Bräu. Gitte und ich machten noch etwas Pause und fuhren erst dann gemütlich los nach Waischenfeld. Es ging bergab, also ging es in Waischenfeld dann wieder ziemlich steil hoch. Die Steigung und die hohen Temperaturen setzten Gitte zu. Nach einigen Kilometern, beschlossen wir daher, dass sie sich in den Schatten sitzen sollte und ich wollte das Auto für den Rücktransport holen. So schnell ich konnte fuhr ich dann allein über Zochenreuth und Hochstahl nach Aufseß. Mein E-Bike deponierte ich in der Garage und schon war ich mit dem Auto wieder unterwegs zu Gitte. Das Rad wurde aufgeladen und dann fuhren auch wir zum Kathi Bräu wo es für mich noch ein dunkles Bier gegen den Durst gab. Heute sind wir wieder 37 ziemlich bergige Kilometer, dieses Mal aber auf Teeerstraßen, gefahren.

Abends gab es in unserem Biergarten natürlich wieder ein sehr gutes Abendessen und ein paar Halbe Helles unserer Brauerei.

4. Tag

Nach dem guten Frühstück meinte Siggi, dass er heute nach Hollfeld und von dort nach Sanspareil zum Felsengarten fahren würde. "Wenn ihr mitwollt, so ist es o.k." Wenn nicht .... ? Gitte wollte in Aufseß bleiben. Wir anderen drei ließen Siggi und Maria gewähren. Wir wußten da ja noch nicht dass er noch weiter fahren wollte. Heute fuhren wir über Drosendorf nach Hollfeld, dort dann weiter nach Wonsees. Wir hatten schon einige Abfahrten zurückgelegt und wußten, dass wir wieder zurück mußten. In Sanspareil besichtigten wir kurz den Felsengarten, bevor es weiter nach Thurnau ging.

Siggi rückte jetzt damit raus, dass es auch noch nach Kasendorf usw. gehen sollte. Ob da der Akku reicht? Bei den Steigungen? In Kasendorf wußten wir den weiteren Verlauf der Strecke dann nicht. Siggi fragte einen Einheimischen. Der erklärte uns den Weg, allerdings war es, wie sich erstspäter herausstellte, nicht der Weg, den Siggi eigentlich nehmen wollte. So fuhren wir auf einer Straße in Serpentinen ziemlich steil nach oben bis Anzendorf, dann ging es fast eben weiter nach Schirradorf. In Wonsees hatte zwar anscheinend alles geschlossen, in einem Cafe bekamen wir dann aber doch etwas zu trinken und einen frischen Pflaumenkuchen. Gestärkt fuhren wir über einige Steigungen zurück nach Hollfeld.

Siggi wollte mit Maria unbedingt den Weg über Stechendorf zum Heckenhof und dort zum Kathi Bräu nehmen, wir drei anderen dagegen lieber den schnellsten Weg zurück nach Aufseß. So trennten wir uns.

Auf dem Rückweg fing es leicht zu regnen an, was wir als willkommene Abkühlung ansahen. Aber der Regen, bzw. die paar Tropfen, die vom Himmel fielen, hielten nicht lange an. Schon bald schien wieder die Sonne und der Radweg war nicht einmal richtig naß geworden. In Aufseß gab es noch ein Bierchen. Einige Zeit später kamen dann auch Siggi und Maria an. Sie waren noch beim Kathi Bräu gewesen.

Zurückgelegt haben wir heute genau 60 sehr bergige Kilometer. Ohne E-Bikes wären wir bei den Temperaturen und den Steigungen "verloren gewesen".

Das Abendessen war wieder sehr gut. Natürlich blieben wir dann noch im Biergarten sitzen. Später machten wir noch einen kleinen Spaziergang. 

 

5. Tag

Der letzte Tag unseres Urlaubs stand an. Nach dem  Frühstück wurde bezahlt, die Räder aufgeladen und das Gepäck in den Autos verstaut.

Jetzt war Abschiednehmen angesagt. Fritz und Margret wollten in Richtung ihres Wohnortes im Odenwald fahren und noch ein paar Tage in Bad Windsheim dranhängen, Siggi und Maria wollten Bayreuth besichtigen und Gitte sowie ich bei den auch heute herrschenden hohen Temperaturen lieber gleich gemütlich heimfahren. Wir verabschiedeten uns voneinander und schon war der Radlerurlaub zu Ende. Gitte und ich erreichten schnell und problemlos unseren Heimatort.

Festzuhalten bleibt, dass es alle Tage sehr heiß war. Die Fränkische Schweiz ist absolut keine Gegend zum normalen Radfahren. Ohne E-Bikes wären wir "verloren gewesen". Es gibt kaum geteerte Radwege und die Kieswege sind eher für Wanderer, nicht aber für Radfahrer, höchstens für Mountainbiker, geeignet. Aber die Unterkunft, das Essen und die Biere waren super. Schön, dass wir Fritz und Margret kennenlernen durften. Dank an unseren Siggi und an Maria, die für die Buchung der Reise zuständig waren.

 

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aktualisiert am  16. August 2018     gestaltet von: Peter Geier