Nachtski in Söll

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Erstmals fuhr der Skiclub Rudelzhausen-Tegernbach nach Söll zum Nachtrodeln bzw. Nachtskifahren. Ich war natürlich dabei, als wir am 28.01.2011 pünktlich um 16 Uhr bei strahlendem Sonnenschein mit dem Bus losfuhren. Insgeamt waren wir leider nur 24 Personen. Wie sich bald herausstellte wollten nur mein Bruder und ich Skifahren, der Rest lieber Rodeln. Die Fahrt in die Nacht verlief zu dieser Zeit natürlich ohne Probleme. Lediglich ein paar mal stockte der Verkehr ganz kurz. An der Ausfahrt Kufstein-Süd wollten aber sehr viele Richtung Söll / Scheffau / Kitzbühel fahren. Die Autos standen sogar auf der Autobahn. So fuhr unser Fahrer einfach weiter und erst in Wörgl von der Autobahn ab. So fuhren wir zwar etwas mehr Kilometer, dafür kamen wir aber viel schneller ans Ziel. In Söll angekommen standen schon viele Autos und auch zwei Busse auf dem Parkplatz. Ich dachte schon wir wären fast allein unterwegs. Nachdem wir zwei Skifahrer die Ausrüstung angezogen und vom Busleiter die Skikarten erhalten hatten, ging es zur Gondelbahn. Die Rodler mußten sich dagegen zuerst noch Schlitten ausleihen. Als wir mit der 8-er Gondelbahn in dunkler Nacht nach oben fuhren, tauchte immer wieder das Lichterband der beleuchteten Rodelbahn und der beleuchtetn Skiabfahrt unter uns auf. Schnell war die Bergstation, Hochsöll, erreicht.

 

Söll mit einigen Nachtskipisten - mehr unter www.nachtski.at

 


Fotos von links: meine erste Abend-Skikarte - die Piste mit Flutlicht - im Lift "Hexen6er" - mein Bruder Walter

 

Wir fuhren gleich Richtung "Hexen6er" runter und mit dieser hoch. Die Abfahrt war super präpariert der Schnee sehr griffig, die Piste super ausgeleuchtet und - wir waren fast allein auf der Piste -. Ich hatte zuerst gedacht, dass auch der 4-er Sessellift offen hätte, aber tatsächlich war nur der 6-er Sessellift "Hexen6er" geöffnet. Er war aber auch mehr als ausreichend, da er die Skifahrer problemlos ohne Wartezeiten zum Start der beiden Flutlicht-Abfahrten nach oben brachte. Wir fuhren bei allerbester Sicht abwechseln die beiden Flutlichtpisten mehrmals runter. Dann probierten wir natürlich auch die Talabfahrt aus. Auch diese Abfahrt war super zu befahren. Nach einigen Wiederholungsfahrten sahen wir dann unsere Rodler an einer Skibar stehen. Wir machten natürlich auch kurz Halt.

Aber dann ging es gleich nochmals ins Tal runter, bevor wir erneut die Abfahrten im oberen Bereich von Hochsöll runtercarvten. Jetzt war es nicht mehr ganz so grifiig, sondern etwas glatter geworden. Aber kein Problem für uns, zumal wirklich nur wenige Skifahrer unsere Schwünge "störten". Fast immer waren wir fast allein unterwegs. Schließlich war aber die letzte Liftfahrt mit dem Hexen6er angesagt. Es war kurz vor 21:30 Uhr und an der Talstation kam die Durchsage, dass es die letzte Fahrt sei. So fuhren wir nochmals nach oben und dann in weiten, schnellen Schwüngen bis ins Tal nach Söll runter. Eine sehr schöne Skinacht war leider zu Ende.

Wir sind heute Nacht in den drei Stunden mit 11 Liften ca. 16 km und 22 km mit den Skiern gefahren!  

   

unsere Fahrten und "Höhenmeter" des Skitages:
  

mehr unter: www.skiline.cc

 

Die Skinacht war jetzt zwar zu Ende, aber jetzt war "Apres Ski" angesagt. Wir tauschten unsere Skischuhe gegen normale Schuhe und schon ging es in die Moonlightbar, die direkt am Parkplatz bei der Gondelbahn liegt. Hier trafen wir mit den Rodlern zusammen, die schon etwas früher angekommen waren. Bei Musik und ein paar Getränken feierten wir bis Mitternacht.

 

 

www.moonlightbar-soell.com

 

Schließlich mußten wir aber wieder zurück fahren. Um 00:15 Uhr startete der Bus. Auf der Heimfahrt war es fast "totenstill" im Bus. Alles schlief. Wir erreichten schnell und natürlich problemlos gegen 02:30 Uhr unser Vereinslokal. Die Autos liesen wir aber lieber stehen und gingen zu Fuß nach Hause.

Mein Fazit:

Skifahren in der Nacht in Söll ist super! Wenig Leute, super präparierte, sehr gut ausgeleuchtete, leere Pisten. Man kann so richtig Skifahren und auch in der kurzen Zeit einige Pistenkilometer zurück legen. Und "Apres Ski" in der späten Nacht ist auch nicht zu verachten, zumal dann, wenn einen der Bus später heimbringt.  - Schade nur, dass viele Skiclubmitglieder dieses Event versäumt haben. Aber nächstes Jahr fahren wir sicher nochmals nach Söll. Ich bin dann auf jeden Fall wieder dabei!

 

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aktualisiert am  03. Januar 2015       gestaltet von: Peter Geier